Geilinger-Stützen®

Zur Berechnung

Die Berechnung der Geilinger-Stütze® erfolgt gemäss unserer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-26.3-42 basierend auf DIN 18800 T5 bzw. Eurocode 4. Der Tragwiderstand unter Normaltemperatur (Kaltzustand) wird mit einem genauen nichtlinearen Rechenverfahren (allgemeinen Bemessungsverfahren) ermittelt, bei dem die Eigenspannungs- und Streckgrenzenverteilung im Stahlkern berücksichtigt sind. Für die thermischen Einwirkungen im Brandfall wird die ISO-Normbrandkurve zugrundegelegt. Der Tragwiderstand im Brandfall (Heisszustand) wird ebenfalls mit einem genauen nichtlinearen Rechenverfahren (allgemeinen Bemessungsverfahren) unter Berücksichtigung der Temperaturverteilung im Querschnitt und des Einflusses der thermischen Dehnungen (Eigenspannungszustand im Querschnitt) ermittelt.

Die prüffähige statische Berechnung der Geilinger-Stützen® im Kaltzustand und im Brandfall wird von uns erstellt. Die Stützen können grundsätzlich für einen Feuerwiderstand von R30 bis R180 (üblicherweise R90 im Normalfall und R120 für Hochhäuser) ausgelegt.
Vorbemessungstabellen finden Sie im Bereich Downloads. Geilinger-Stützen® können Sie auch mit unserem online Rechner vorbemessen.

Anmerkung

Wie Untersuchungen gezeigt haben, ist es nicht möglich, eine Vollkernstütze einer einzigen europäischen Knickspannungslinie zuzuordnen, da die Eigenspannungsverteilung und Streckgrenzenverteilung im massiven Stahlkern einen großen Einfluss auf die Tragfähigkeit hat. Ausserdem führen die Gedrungenheit und der grosse plastische Formbeiwet des Vollstahlkerns dazu, dass erhebliche Teile des Stahlkerns entgegen den Annahmen des vereinfachten Bemessungsverfahrens der DIN 18800 T5 bzw. EC4 oft gar nicht plastizieren können. Aus diesen Gründen sind Vollkernstützen nicht nach dem vereinfachten Verfahren, sondern nach dem allgemeinen Verfahren in Verbindung mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung zu bemessen.